Was dé auf der Intersolar 2026 gesehen und gehört hat

Weiwei Tu

Vom 23. bis 25. Juni 2026 war dé in Halle C4, Stand C4.560C vertreten. Zwischen Photovoltaik, Speichern, Energiemanagement und Ladeinfrastruktur ging es für uns nicht nur um neue Technik. Es ging um die Frage, wie EV-Laden im Alltag wirklich einfacher werden kann.

Viele Marken zeigten große Systeme. Viele Anbieter präsentierten DC-Lader. Und viele Unternehmen denken Ladegeräte vor allem über den B2B-Weg: Installateure, Projektpartner, Flotten, Standorte.

Das ist wichtig. Ohne Fachpartner und professionelle Planung funktioniert Ladeinfrastruktur nicht.

dé kommt aber aus einer etwas anderen Richtung. Wir sprechen auch direkt mit den Menschen, die das Produkt später in der Hand halten, in die Garage legen, an den Stellplatz hängen oder im Kofferraum mitnehmen. Genau deshalb war die Intersolar für uns nicht nur ein Messeauftritt. Sie war ein ehrlicher Blick darauf, was Nutzer wirklich brauchen.

Was zeigt die Intersolar über den Markt für EV-Laden?

Wer über die Intersolar 2026 in München lief, sah schnell: Die Branche denkt groß. Photovoltaik, Batteriespeicher, Energiemanagement und EV-Laden wachsen zusammen. Das Auto wird Teil eines größeren Energiesystems. Viele Anbieter zeigten DC-Ladegeräte, größere Ladepunkte und Lösungen für gewerbliche Standorte.

Diese Entwicklung ist richtig. Sie zeigt, dass E-Mobilität erwachsen wird.

Gleichzeitig wurde am Stand und in Gesprächen klar: Für viele Nutzer beginnt die Ladefrage viel kleiner.

Nicht jeder fragt zuerst nach maximaler Ladeleistung. Viele fragen: Kann ich das einfach bedienen? Passt es zu meinem Stellplatz? Muss ich etwas installieren lassen? Was mache ich, wenn ich zur Miete wohne? Was hilft mir unterwegs? Und brauche ich wirklich alle Funktionen, wenn ich eigentlich nur zuverlässig laden möchte?

Genau hier wurde für dé ein wichtiger Unterschied sichtbar.

Viele Ladeprodukte werden über Installateure oder andere B2B-Kanäle verkauft. Der Endnutzer sieht das Produkt oft erst, wenn es schon Teil eines Projekts ist. Als DTC-Marke erlebt dé die andere Seite viel direkter. Wir hören nicht nur, welche technischen Daten wichtig sind. Wir hören auch, wo Menschen zögern, was sie nicht verstehen und welche Funktionen sie im Alltag tatsächlich nutzen.

Eine der stärksten Beobachtungen war deshalb: Die Zukunft des Ladens liegt nicht nur in größeren Systemen. Sie liegt auch darin, komplizierte Technik für normale Nutzer verständlicher zu machen.

Wie helfen Produkte von dé bei konkreten Ladeproblemen?

Bei dé geht es nicht darum, eine einzige Lösung für alle Situationen zu versprechen. Das wäre nicht ehrlich.

Ein mobiles Ladegerät ersetzt keine fest installierte Wallbox. Eine AC Wallbox ersetzt keine DC-Schnellladestation. Eine 30/40kW DC Wallbox ersetzt keinen großen Ladepark. Aber jedes Produkt kann genau dann sinnvoll sein, wenn es zum richtigen Alltag passt.

Für manche Nutzer ist die mobile Ladestation der erste Schritt. Sie liegt im Auto, hilft auf Reisen, beim Ferienhaus, am temporären Stellplatz oder dort, wo ein geeigneter Anschluss vorhanden ist. Sie ist langsam, aber flexibel. Und gerade diese Flexibilität kann im Alltag viel wert sein.

Für andere Nutzer ist eine AC Wallbox die bessere Lösung. Wer einen festen Stellplatz hat und regelmäßig zu Hause lädt, braucht Stabilität, Planung und eine professionelle Installation. Hier geht es nicht um Improvisation, sondern um eine dauerhafte Ladeumgebung.

Wenn zwei Fahrzeuge regelmäßig an einem Standort laden, wird das Thema wieder anders. Dann geht es nicht nur um Strom, sondern um Organisation. Wer lädt zuerst? Wie wird der Zugang geregelt? Wie lässt sich die verfügbare Leistung sinnvoll verteilen? Für solche Fälle kann eine Dual Wallbox mit zwei Ladepunkten, App, RFID und Lastverteilung interessant werden.

Und für kleinere gewerbliche oder halböffentliche Standorte kann eine kompakte 30/40kW DC Wallbox der passende Einstieg sein. Nicht als Ersatz für große Schnellladeparks, sondern für Hotels, Büros, Werkstätten, kleine Flotten oder Parkbereiche, bei denen DC-Laden sinnvoll ist, aber Platz und Budget realistisch bleiben müssen.

dé 30/40kW DC Wallbox für Zuhause – Schnellladen mit CCS und OCPP DE_dé

Auf der Intersolar wurde aber noch etwas anderes deutlich: Nicht jeder Nutzer will zuerst mehr Funktionen.

Manche Besucher mochten gerade das schlichte, klare und moderne Design der Produkte. Ein Ladegerät soll nicht aussehen wie ein kompliziertes Industriebauteil, wenn es zu Hause, in der Garage oder im Alltag genutzt wird. Es soll robust wirken, aber nicht abschrecken.

Und dann gab es die Gespräche, die besonders wichtig waren. Eine Nutzerin erzählte, dass sie keine App nutzt, den Ladestrom nie verstellt hat und sich mit solchen Einstellungen auch nicht beschäftigen möchte. Für sie zählt: einstecken, laden, fertig.

Das ist eine wichtige Erinnerung für uns.

Wir sprechen in der Vermarktung oft über App-Steuerung, einstellbaren Strom, RFID oder andere fortgeschrittene Funktionen. Diese Funktionen sind wichtig. Für technikaffine Nutzer, für mehrere Fahrzeuge, für kleine Betriebe oder für Menschen, die mehr Kontrolle wollen.

Aber sie dürfen nicht zur Hürde werden.

Die beste Balance ist deshalb: einfache Nutzung zuerst, smarte Funktionen als Zusatz. Wer nur laden möchte, soll laden können. Wer mehr einstellen möchte, soll mehr Möglichkeiten haben. Ein Produkt muss beide Nutzergruppen ernst nehmen.

Einblicke von der Messe und bei Kundenbesuchen

Der wertvollste Teil der Reise waren nicht nur die Produktpräsentationen. Es waren die Gespräche mit Menschen, die unsere Produkte bereits nutzen, vergleichen oder gerade erst entdecken.

Am Stand gab es Besucher, die sehr offen reagierten. Ein Softwareentwickler war sichtbar begeistert vom Produktdesign, vom Gesamteindruck und sogar von den kleinen Giveaways am Stand. Für ihn passten Preis und Qualität zusammen. Genau solche Reaktionen sind wichtig, weil sie zeigen: Gute Technik muss nicht distanziert wirken. Sie darf Freude machen.

Ein anderer Nutzer war so zufrieden und interessiert, dass daraus ein kurzes Nutzer-Video entstand. Solche Inhalte sind für eine DTC-Marke besonders wertvoll, weil sie nicht wie klassische Werbung wirken. Sie zeigen, wie echte Nutzer ein Produkt sehen, anfassen und erklären.

Auch bei Kundenterminen in Deutschland wurde deutlich, wie unterschiedlich die Alltagssituationen sind.

Ein Kunde aus der Technologiebranche hatte dé über Google gefunden, anschließend viele Videos und Vergleiche angeschaut und sich erst dann für das Produkt entschieden. Für ihn war Vertrauen entscheidend. Nicht ein einzelnes Verkaufsargument, sondern die Summe aus Recherche, Erfahrungen anderer Nutzer, Produktauftritt und Preis-Leistungs-Verhältnis.

Ein anderer Kunde suchte gezielt nach einer längeren 11kW-Ladelösung mit 25 Metern Kabellänge. Solche Anforderungen klingen klein, sind im Alltag aber entscheidend. Wenn das Auto nicht direkt neben dem Anschluss steht, entscheidet die Kabellänge plötzlich darüber, ob eine Lösung überhaupt passt. Dieser Kunde brachte außerdem einen Punkt sehr klar auf den Punkt: Produkte sollten einfach bleiben. Nicht jede zusätzliche Funktion ist automatisch ein Mehrwert. Und nicht jeder Kunde möchte für Funktionen zahlen, die er nie nutzt.

Besonders spannend war auch ein Gespräch mit einem Nutzer, der seit vielen Jahren eigene Energietechnik verwendet und das Dach voller Photovoltaik hat. Im Sommer gibt es mehr Solarstrom, als er direkt nutzen kann. Im Winter sieht die Lage anders aus. Für ihn ist klar: Speicher und zusätzliche Technik können interessant sein, aber nur, wenn Preis und Nutzen zusammenpassen. Genau diese nüchterne Abwägung ist typisch für viele private Nutzer.

Ein weiterer Kunde lebt eher ländlich, zur Miete, mit zwei Fahrzeugen und einer nicht ganz idealen Garagensituation. Ein Auto steht in der Garage, das andere draußen. Für ihn ist eine mobile 11kW-Lösung mit langem Kabel keine Spielerei, sondern eine sehr praktische Antwort auf ein echtes Platzproblem.

Und dann war da eine Nutzerin in einem gemieteten Haus, deren Vermieter die Installation unterstützt hatte. Sie interessierte sich nicht für App-Funktionen und nutzte die erweiterten Einstellungen kaum. Was für sie zählte, war Vertrauen, einfache Bedienung und das Gefühl, dass das Produkt im Alltag funktioniert. Gleichzeitig zeigte das Gespräch auch, dass gut gemachte Produkte aus China heute anders wahrgenommen werden als früher. Qualität, Design und Preis können gemeinsam Vertrauen schaffen.

Diese Gespräche waren für dé wertvoller als jede abstrakte Zielgruppenfolie.

Sie zeigen, dass Nutzer nicht alle gleich sind. Manche wollen App, Kontrolle und technische Details. Andere wollen möglichst wenig damit zu tun haben. Manche suchen ein bestimmtes Kabelmaß. Andere achten zuerst auf Design. Einige vergleichen lange über Google und Videos. Andere vertrauen auf Empfehlungen von Vermietern, Freunden oder Online-Erfahrungen.

Für eine DTC-Marke ist genau das der Punkt: Wir müssen nicht nur erklären, was ein Produkt kann. Wir müssen verstehen, wie unterschiedlich Menschen laden.

Wie einfach wird die Zukunft des EV-Ladens? dé hat eine Antwort

Die Intersolar Europe 2026 hat gezeigt, wie schnell sich der Markt entwickelt. Ladeinfrastruktur wird leistungsstärker. Energiesysteme werden vernetzter. DC-Laden wird sichtbarer. Immer mehr Anbieter denken in größeren Projekten, Standorten und B2B-Strukturen.

dé nimmt aus München aber noch eine zweite Erkenntnis mit.

EV-Laden wird nur dann wirklich im Alltag ankommen, wenn es nicht nur größer und smarter wird, sondern auch einfacher verständlich.

Das bedeutet nicht, auf smarte Funktionen zu verzichten. App-Steuerung, RFID, einstellbarer Strom, Lastverteilung oder OCPP können sehr wichtig sein. Aber sie sollten sich wie ein Plus anfühlen, nicht wie eine Pflicht.

Die Grundidee bleibt einfacher:

Ein Produkt soll Vertrauen schaffen, bevor es erklärt werden muss.
Es soll gut aussehen, ohne kompliziert zu wirken.
Es soll genug können, ohne Nutzer zu überfordern.
Und es soll preislich so bleiben, dass Menschen nicht das Gefühl haben, für unnötige Komplexität zu bezahlen.

Genau darin sieht dé seine Rolle. Nicht als Marke, die jede große Ladeinfrastruktur ersetzt. Sondern als Marke, die EV-Laden für mehr Menschen zugänglicher macht: zu Hause, unterwegs, für zwei Fahrzeuge, für kleine Betriebe und für alle, die erst einmal eine Lösung brauchen, die zu ihrem Alltag passt.

Wenn die Branche auf der Intersolar über große Systeme spricht, stellt dé weiter eine einfache Frage:

Wie machen wir Laden so, dass Menschen wirklich anfangen können?

Zurück zum Blog

Hinterlasse einen Kommentar

Bitte beachte, dass Kommentare vor der Veröffentlichung freigegeben werden müssen.